Die meisten Anbieter einer Branche konzentrieren sich alle auf die gleichen Dinge. Weil sie glauben, dass ihre Kunden bestimmte Erwartungen haben, die sie erfüllen müssten. Dadurch entsteht das, was auch häufig als "Branchenlogik" bezeichnet wird. Wir bedienen den Markt wie alle anderen, weil wir glauben, dass es so und nicht anders sein kann. Mit der Buyer Utility Map kannst Du diese Blinden Flecken in Deiner Branche aufdecken und Dir gezielt zunutze machen.
Buyer Utility Map vs. Customer Journey Map
Bevor wir uns intensiver mit diesem Tool der Blue-Ocean-Strategie beschäftigen, müssen wir die Buyer Utility Map vorher noch von der (sehr viel bekannteren) Customer Journey Map abgrenzen, damit Du nicht beides miteinander verwechselst. Auf den ersten Blick wirken beide nämlich ziemlich ähnlich, haben jedoch unterschiedliche Ziele und Anwendungsbereiche.
Buyer Utility Map
Die Buyer Utility Map setzt den Fokus auf die aktuelle Ausrichtung Deiner Branche und öffnet Deinen Blick für Innovationspotenziale. Sie hilft Dir dabei, die von Deiner Branche ignorierten Probleme zu entdecken.
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Das Ziel der Buyer Utility Map ist es, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und daraus eine neue Strategie abzuleiten.
Customer Journey Map
Die Customer Journey Map hingegen konzentriert sich darauf, die Kundenerfahrung (Customer Experience) für ein bestehendes Produkt bzw. Service zu verbessern. Deshalb geht es hier vor allem um Emotionen und Aktionen von Kunden und welche Touchpoints diese Kunden mit Deinem Unternehmen auf ihrer Kundenreise haben.
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Das Ziel der Customer Journey Map ist es, diese Kundenreise zu optimieren und bewegt sich deshalb viel stärker auf einer operativen Ebene.
Buyer Utility Map und Customer Journey Map im Vergleich
Buyer Utility Map
Thema
Customer Journey Map
Aktuelle Ausrichtung der Branche und Innovationspotenzial identifizieren
Fokus
Kundenerfahrung für einen bestehendes Produkt oder Service verbessern
Strategische Perspektive
Perspektive
Operative Perspektive
Nutzenhebel und Hürden, die durch den aktuellen Markt ignoriert werden
Fokus
Emotionen & Aktionen des Kunden, Touchpoints mit dem eigenen Unternehmen
Entwicklung neuer Geschäftsmodelle
Ziel
Optimierung der aktuellen Kundenreise
Aufbau der Buyer Utility Map
Die Buyer Utility Map besteht aus zwei verschiedenen Dimensionen. Zum einen aus dem sogenannten Buyer Experience Cycle und zum anderen aus den Buyer Utility Levers.
Der Buyer Experience Cycle bildet den Zyklus ab, den ein Kunde durchläuft, wenn er Produkte oder Services Deiner Branche nutzt.
Die Buyer Utility Levers stellen so etwas wie verschiedene Aspekte oder Kaufmotive in jeder einzelnen Phase des Buyer Experience Cycles dar.
Die 6 Phasen des Buyer Experience Cycles
Der Buyer Experience Cycle umfasst insgesamt sechs verschiedene Phasen bzw. Stationen, die ein Kunde mit einem Produkt oder Service Deiner Branche üblicherweise durchläuft. Angefangen beim Kaufprozess bis hin zur Entsorgung eines Produktes, wenn er es irgendwann nicht mehr benötigt.
Kauf: Welche Dinge müssen Kunden erledigen, wenn sie Produkte Deiner Branche kaufen möchten?
Lieferung: Wie bringen Unternehmen Deiner Branche ihre Produkte und Dienstleistungen üblicherweise zum Nutzer?
Nutzung: Wie werden Produkte Deiner Branche derzeit genutzt? Welche Dinge kann ein Kunde damit tun (und welche nicht)?
Ergänzungen: Gibt es ergänzende Produkte oder Dienstleistungen? Welche sind das und warum gibt es sie?
Wartung: Müssen Produkte der Branche gewartet werden? Aus welchen Gründen geschieht das?
Entsorgung: Was müssen Kunden tun, sobald sie Produkte der Branche nicht mehr benötigen? Wie können sie zu neuen Produkten wechseln?
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