Die richtigen Ziele haben für Dich als Sologründer einen starken Einfluss darauf, ob Du mit Deiner Geschäftsidee erfolgreich bist oder nicht. Oft konzentrieren sich Solopreneure mit ihren Zielen allerdings in erster Linie auf den Output ihrer Arbeit und viel zu wenig auf den Outcome ihres Tuns. (Und ich glaube, den allermeisten ist der Unterschied auch überhaupt nicht klar.)

Damit Du nicht in die gleiche Falle tappst und Dir Deine Ziele den maximalen Nutzen stiften, möchte ich Dir in diesem Beitrag den Unterschied zwischen Output & Outcome näher bringen und Dir dabei helfen, bessere Ziele für Dein Business zu formulieren. Ganz besonders dann, wenn Du die OKR-Methode nutzt, solltest Du den Unterschied zwischen Outcome und Output kennen!

Es gibt allerdings auch Situationen, in denen es durchaus Sinn ergibt, sich auf den Output zu konzentrieren. Dazu aber später mehr.

Der Unterschied zwischen Output und Outcome

Im Grunde ist der Unterschied zwischen Output und Outcome ziemlich simpel. Nichtsdestotrotz werden sie in der Praxis sehr häufig verwechselt. Anschaulich wird das Ganze, wenn Du Dir vorstellst, einen Internetblog für Dein neu gegründetes Unternehmen zu betreiben, der Dir zum Beispiel beim Marketing helfen soll.

  • Output ist das direkte Ergebnis Deiner Aktivitäten. Bei einem Internetblog sind beispielsweise die von Dir verfassten Blogartikel Dein Output.
  • Outcome hingegen ist die Veränderung im Verhalten Deiner Kunden, die Du (durch Deinen Output) erzielen willst. Für Deinen Internetblog wären das zum Beispiel die Webseitenbesucher (pro Monat).
Gegenüberstellung von Output und Outcome. Output: Veröffentlichte Blogartikel pro Monat. Outcome: Webseitenbesucher pro Monat.

Während Du Deinen Output direkt und unmittelbar beeinflussen kannst, kannst Du den Outcome nur indirekt (über Deinen Output) erreichen. Heißt in der Praxis: Du schreibst Artikel, weil Du glaubst, dass Deine Leser dann Deinen Blog häufiger besuchen.

Ob das jedoch wirklich geschieht, kannst Du nicht kontrollieren, weil Du Deine Leser nicht steuern kannst. Du könntest also ganz viele Artikel veröffentlichen, ohne dass sich Deine Besucherzahlen wirklich verbessern.

Warum ist der Unterschied zwischen Output und Outcome wichtig?

Die meisten Solopreneure fokussieren sich mit ihren Zielen fast ausschließlich auf ihren Output. Dadurch verlieren sie jedoch den Blick auf ihre Nutzer und Kunden und das eigentliche Resultat, das sie erzielen möchten. Oft beginnen sie dann, um sich selbst zu kreisen und versuchen dann, das Maximum an Output zu erzeugen.

Frei nach dem Motto: Viel hilft viel.

Gleichzeitig achten sie aber gar nicht darauf, ob der maximierte Output auch dazu führt, dass sich ihre Kunden anders verhalten.

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Nokia hat als Handy-Hersteller nicht den Anschluss verloren, weil das Unternehmen zu wenig Handys hergestellt hat oder weil Menschen aufgehört haben, Handys zu nutzen.

Was für Nokia-Handys gilt, gilt auch für Deinen Internetblog. Wenn Du Dich nur darauf konzentrierst, möglichst viele Blogartikel zu schreiben (Output), bedeutet das eben noch lange nicht, dass Deine Leser sich auch dafür interessieren und Deine Seite besuchen (Outcome). Rein theoretisch könntest Du also 1.000 Blogartikel schreiben, aber Deine Seite hat trotzdem nur 100 Besucher im Monat.

Input & Impact

Bevor ich ein wenig ausführlicher darauf eingehe, wie sich der Unterschied zwischen Output und Outcome beim Einsatz von OKR auswirkt, möchte ich vorher noch kurz zwei weitere Begriffe klären, die eng mit Output und Outcome in Verbindung stehen: Input und Impact.

Input

Input ist das, was Du benötigst oder unternimmst, um einen Output zu erzeugen. In der Regel sind das Ressourcen wie Zeit oder auch Geld. Aber auch Partnerschaften oder sogar Tätigkeiten und Aktivitäten können einen notwendigen Input darstellen, um einen Output zu generieren.

Der notwendige Input, den Du beispielsweise benötigst, um Blogartikel zu veröffentlichen, ist natürlich vor allem die Zeit, die Du aufwendest, um Beiträge zu schreiben.

Zwischen Input und Output besteht eine direkte und unmittelbare Verbindung: Je mehr Zeit Du aufwendest, desto mehr Blogartikel kannst Du für Deine Webseite schreiben. (Deshalb kannst Du recht leicht einschätzen, ob ein bestimmter Input auch zum gewünschten Output führt.)

Gegenüberstellung von Input und Output. Input: Investierte Zeit in das Schreiben von Blogartikeln. Output: Veröffentlichte Blogartikel pro Monat.
Zwischen Input und Output besteht eine direkte und unmittelbare Verbindung.

Impact

Impact hingegen steht noch eine Stufe über dem Outcome, den Du erzielen möchtest. Im Gegensatz zum Outcome ist Impact der langfristige oder nachhaltige Nutzen für Dein Business.

Klingt kompliziert? Ist es gar nicht!

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Während der Outcome der Nutzen für Deine Kunden ist, ist Impact der Nutzen für Dein Unternehmen, der durch den Outcome entsteht.

Impact messen

Alle Metriken, die ein Indikator für den Erfolg Deines Business sind, eignen sich, um Impact zu messen. Meistens sind das Klassiker wie Umsatz, Marktanteile, MRR etc.

In unserem Beispiel wäre der Impact die Anzahl der wiederkehrenden Besucher pro Monat, weil es Dir in diesem Fall um die Popularität Deines Business bzw. die Treue Deiner Leser geht.

Gegenüberstellung von Outcome und Impact. Outcome: Webseiten Besucher pro Monat. Impact: Wiederkehrende Besucher pro Monat.

Eine andere Alternative wäre die durchschnittliche Verweildauer in Deinem Blog zu messen. Dann wäre der Grundgedanke, dass Deine Leser umso länger auf Deiner Seite bleiben, je nützlicher sie ist.

Input, Output, Outcome & Impact

Zusammenfassend lassen sich die Abfolge und die Verbindungen zwischen Input, Output, Outcome und Impact für unser Internetblog-Beispiel folgendermaßen darstellen:

Input, Output, Outcome und Impact im Überblick

Beachte, dass die Verbindungen umso indirekter und unsicherer werden, je weiter rechts sie sich in der obigen Darstellung befinden.

Warum die Key Results Deiner Objectives immer Outcome messen sollten

Gut, jetzt kennst Du den Unterschied zwischen Input, Output, Outcome und Impact. Aber was hat das mit OKR zu tun?

Das Ganze wird klarer, wenn wir ein Objective schreiben und alle vier Möglichkeiten durchspielen.

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